Baufinanzierung Zinskommentar
Zinsentwicklung • Zinsen für Baufinanzierung • Zinssatz
• Über 300 Finanzierungsanbieter im Vergleich!
• Baufinanzierungen zu Top-Konditionen!
Dienstag, 21.08.2018 Baufinanzierungen-Ratgeber.de > Baufinanzierung Zinskommentar > Zinskommentare zur Zinsentwicklung 2012 > Der wundersame Wandel der EZB

Der wundersame Wandel der EZB

Zinskommentar vom 2. November 2012


Baufinanzierung Zinskommentar Der wundersame Wandel der EZB
Baufinanzierung Zinskommentar Politiker sind zu Statisten verkommen
Baufinanzierung Zinskommentar Sparer werden enteignet
Baufinanzierung Zinskommentar Eigenheim ist weiterhin eine gute Sicherheit

Politiker sind zu Statisten verkommen
Seit nunmehr zwölf Monaten führt Mario Draghi die Europäische Zentralbank (EZB). In dieser kurzen Zeit ist es ihm gelungen, die auf dem Erbe der deutschen Bundesbank aufgebaute Rolle des obersten Währungs- und Inflationshüters völlig neu zu definieren. So hat er bereits kurz nach seinem Amtsantritt den europäischen Banken mehr als 1.000 Milliarden Euro an Liquidität zur Verfügung gestellt und damit das endgültige Signal gesendet, dass Europas Banken im Zweifelsfall von der Notenbank gerettet würden. Da grundsätzlich für solche Maßnahmen eigentlich die Eigentümer der Banken (also deren Aktionäre) beziehungsweise in einem nächsten Schritt vielleicht noch einzelne Staaten durch Verstaatlichung der Institute verantwortlich wären, handelt es sich hier um eine dramatische Neudefinition der Aufgaben einer Notenbank.

Aber damit nicht genug: Mit der Ankündigung "unbegrenzter" Aufkäufe von Staatsanleihen schwacher Euroländer hat Herr Draghi im September noch einen weiteren Schritt ins Risiko unternommen, um jetzt auch die Liquidität der Staaten sicherzustellen. Während die europäischen Politiker also seit vier Jahren und fast 30 EU-Gipfeln in mühsamer kleinteiliger Konsensarbeit versuchen, die Krise in den Griff zu bekommen, hat ein Mann mit zwei radikalen Schritten das System vorübergehend stabilisiert. Kein Wunder also, dass Mario Draghi heute als mächtigster Mann Europas gilt und die Politiker zu Statisten verkommen. Doch wer kontrolliert Herrn Draghi eigentlich? Und in wessen Auftrag handelt er?

Während sich die Politik noch den Fragen ihrer Parlamentarier und Wähler stellen muss, hat der EZB-Präsident völlig freie Hand, indem er sich auf sein Mandat beruft für "monetäre Stabilität" zu sorgen. Dass dabei die Bilanzsumme der EZB inzwischen von rund 1.000 Milliarden Euro vor der Krise auf 4.000 Milliarden Euro angewachsen ist und die Euro-Mitgliedsländer (und damit die Steuerzahler) für die EZB haften, wird stillschweigend von allen Beteiligten in Kauf genommen.

Wie lächerlich wirken da die 400 Milliarden Euro, die nach mühsamen Verhandlungen über den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) die Stabilität wieder herstellen sollen. Welche demokratische Legitimation hat die EZB eigentlich für eine Erhöhung der Bilanzsumme um 3.000 Milliarden Euro?

Geradezu skurril wirkt es da, wenn deutsche Abgeordnete sich dankbar freuen, dass Herr Draghi einige Stunden Zeit findet, um mehreren Parlamentsausschüssen im Nachhinein sein Handeln zu erklären. Kein Wunder also, dass mit Axel Weber und Jürgen Stark bereits im vergangenen Jahr die glaubhaftesten Repräsentanten der Bundesbank-Tradition in der EZB das Handtuch geworfen haben. Und der aktuelle Bundesbank-Präsident Jens Weidmann ist im EZB-Präsidium völlig isoliert und wird als einziger Opponent gegen die Machtübernahme der Schuldnerländer innerhalb der EZB selbst von deutschen Regierungsmitgliedern als Verhinderer und Nörgler dargestellt. Unvorstellbar noch vor einigen Jahren, dass der größte Nettozahler und der größte Garantiesteller im Eurosystem praktisch keine Stimme mehr im inzwischen mächtigsten Instrument der Europolitik haben würde.

Sparer werden enteignet
Draghi ist mit Unterstützung Italiens, Frankreichs und Spaniens an die Spitze der EZB gekommen. Die Machtübernahme hat perfekt funktioniert. Ähnlich wie in den USA, England und Japan besteht inzwischen auch in Europa eine Allianz zwischen Politik und Notenbank. Die Lösung einer historischen Schuldenkrise wird primär über die Gelddruckmaschinen der Zentralbanken gefahren. Nullzinspolitik soll die Finanzierungskosten der Staaten extrem tief halten und Inflation wird dabei in Kauf genommen bzw. sogar gefördert, um die Staatsschulden zu entwerten.

Dass dabei die Sparer über Anlagezinsen, die jetzt schon deutlich unter der Inflationsrate liegen, schleichend enteignet werden, ist Teil des Plans. So findet der Vermögenstransfer von den Sparern zu den Schuldnern statt. Da viele Anleger inzwischen verstanden haben, welches Spiel gespielt wird, versuchen sie durch den Kauf von knappen Realgütern die Kaufkraft ihres Geldes zu schützen. Rasant steigende Immobilienpreise in den besten Lagen, hoher Gold- und Silberpreis, steigende Preise bei Kunst und sogar bei Oldtimern, sind die Vorboten einer breiteren Bewegung, die kommen wird.

Die EZB wird in diesem Sinne weiter alles dafür tun, um das System mit Liquidität zu versorgen. Die Leitzinsen und damit auch die Geldmarktzinsen für Sparer werden sich noch mehr dem Nullpunkt nähern. Mit taktischen Maßnahmen wird die Notenbank aber auch weiterhin versuchen die langfristigen Kapitalmarktzinsen tief zu halten bzw. für die Schuldenstaaten nach unten zu leiten. Dazu wird noch tiefer in die Trickkiste gegriffen werden.

Fest steht, dass Deutschland in jedem Fall zum größten Zahler für das Eurogebiet werden wird, egal ob durch einen Schuldenschnitt in Griechenland, Portugal oder Spanien oder einfach durch hohe Transferzahlungen. Dies wird mittelfristig auch am Status von Deutschland als Hort der Stabilität knabbern und die langfristigen Kreditkosten für Deutschland im Vergleich zu den Schuldnerländern wieder erhöhen.




Eigenheim ist weiterhin eine gute Sicherheit
Finanzierungskunden können daher weiter und auch in den nächsten Monaten von sehr attraktiven Hypothekenzinsen profitieren. Die Investition in das Eigenheim bleibt eine der besten Möglichkeiten, in dem beschriebenen Rahmenbedingungen für Sicherheit zu sorgen. Die Finanzierung sollte aber auch bei diesen tiefen Zinsen mit einem ordentlichen Eigenkapitalanteil und mit einer Tilgungsleistung von mindestens zwei Prozent strukturiert sein, um in einem überschaubaren Zeithorizont von 20 bis 25 Jahren die Schuldenfreiheit zu erreichen. Den leichten Zinsrückgang der vergangenen Woche gilt es zu nutzen und bestehende Anschlussfinanzierungen sollten abgesichert werden.




Baufinanzierung Zinskommentar Zinsentwicklung Tendenz

Kurzfristige Tendenz der Zinsentwicklung: seitwärts
Mittelfristige Tendenz der Zinsentwicklung: aufwärts

(Quelle: Interhyp, Zinskommentar von Robert Haselsteiner)

Baufinanzierung vergleichen Kostenloses Angebot zur Baufinanzierung
Baufinanzierung vergleichen Über 300 (!) Anbieter im Vergleich!

Unser Partner "Interhyp" durchleuchtet für Sie deutschlandweit die Baugeld-Angebote von über 300 (!) Baufinanzierern, Banken, Sparkassen und Bausparkassen!

Ob Finanzierung von Eigentumswohnung, Haus oder Grundstück, ob Klassische Baufinanzierung oder Anschlussfinanzierung, gesucht wird die passende Baufinanzierung für Sie.

- Kein mühsames Vergleichen & Verhandeln mit unterschiedlichen Anbietern!
- Schauen Sie nach dem individuellen Angebot von über 300 Anbietern!
- Bereits über 500.000 Kunden haben damit viel Zeit und Geld gespart!
- Testen Sie Deutschlands größten Vermittler für private Baufinanzierung!








Baufinanzierung Zinskommentar Zurück zu: Baufinanzierung Zinskommentar 2012

Baufinanzierung Zinskommentar Siehe auch: Zins Charts (Zinsentwicklung der Baufinanzierung)
Baufinanzierung Zinskommentar Siehe auch: Alle Baufinanzierungsrechner (Übersicht)




Baufinanzierung Zinskommentar
Baufinanzierung Vergleich:
Baugeld Darlehen für die Klassische Baufinanzierung oder Anschlussfinanzierung vergleichen?
Vergleich von weit über 300 Anbieter für solide Baufinanzierungen.




Zins-Check:
Jetzt aktuelle Zinsen für Ihre Baufinanzierung berechnen und Top-Zinsen sichern!





Baufinanzierungs-
rechner:

Alle kostenlosen Online-Rechner rund um die Baufinanzierung im Überblick.

Baufinanzierung:
Wer ein Haus baut oder kauft, braucht ein Darlehen, einen Kredit zur Finanzierung. Eine gute solide Baufinanzierung ist das tragende Fundament beim Hauskauf.

Immobilien
Finanzierung:

Finanzieren Sie den Bau bzw. Kauf einer Immobilie mit der richtigen Baufinanzierung, denn nur so läßt sich langfristig viel Geld sparen.

Haus
Finanzierung:

Haus bauen? Haus kaufen? Finanzierungen sind immer individuell. Nur mit dem richtigen Kredit bzw. Darlehen sparen Sie langfristig Geld ein.

Eigentumswohnung
Finanzierung:

Sie möchten eine Eigentumswohnung kaufen, brauchen einen Kredit und suchen das passende Darlehen zur Finanzierung? Dann kostenlos Finanzierung vergleichen!

Copyright © Baufinanzierungen-Ratgeber.de - Alle Rechte vorbehalten | Impressum | Haftung | Datenschutzerklärung | Sitemap
Aktueller Baufinanzierung Zinskommentar: "Der wundersame Wandel der EZB" Das Finanzierungsportal "Baufinanzierungen-Ratgeber.de" bietet kostenlos Informationen rund um die Baufinanzierung (Hausfinanzierung, Immobilienfinanzierung). Aktueller Zinskommentar zur Zinsentwicklung, Zinskommentar zu den Zinsen der Baufinanzierung und Zinssatz für Baugeld.